TTIP: Ardenner Schinken aus Kentucky?

Laut einem Bericht des gemeinnützigen Recherchebüros correct!v – und entgegen dem, was die Kommission stets beteuert –, könnte TTIP dazu führen, dass sehr wohl amerikanischer Camembert, Feta, Parma und eben auch Ardenner Schinken  aus den USA importiert werden kann. Dazu wird sich auf ein Protokoll des deutschen Auswärtigen Amts berufen, dem eine EU-Ministerratssitzung zugrunde liegt.

Nach wie vor bin ich der Auffassung, dass die EU auf keinen Fall zulassen darf, dass bei den hart erkämpften und bewährten Standards Zugeständnisse gemacht werden. Das soll auch für die so genannten geografischen Angaben (GA) wie „Ardenner Schicken“, „Herver Käse“ oder belgischen Bierspezialitäten gelten. Denn hier weiß der Verbraucher, woran er ist.

Leider ist die Befürchtung bei CETA bereits so eingetroffen: In dem Freihandelsabkommen mit Kanada werden lediglich 144 der bestehenden 1.200 geografischen Angaben geschützt.

Daher: Die Senkung von europäischen Standards und Gütesiegeln ist ein absolutes No-Go!