Lebenslauf

Kindheit und Familie
Ich wurde am 25. September 1974 in Malmedy als jüngstes von vier Kindern geboren. Aufgewachsen bin ich in Born (Gemeinde Amel). Dort habe auf einem Bauernhof neben meinen drei Geschwistern und meinen Eltern auch zusammen mit meinen Großeltern gelebt.

In einem Drei-Generationen-Haus aufzuwachsen bedeutet, sich dem Gesamtwohl der Familie unterzuordnen. Es bedeutet aber auch zu lernen, sich durchzusetzen.
Darüber hinaus lernt man als Kind oder Jugendlicher die Schnittstellen des Lebens hautnah kennen. Sich um den andern kümmern, dessen Leben, Freuden und Sorgen teilen, ist eine Erfahrung, die mein weiteres Leben maßgeblich bestimmt hat.

Meine Eltern haben mich auf Grundlage von Werten erzogen, die die Menschen auf dem Land seit Jahrhunderten geprägt haben: Nur wer hart arbeitet erreicht seine Ziele. Nur wer weiß und nicht vergisst, wo er herkommt, bleibt bodenständig. Nur wer ehrlich und loyal ist, erfährt Respekt.

Schule und Ausbildung
Ich habe den Kindergarten und die Grundschule in Born besucht. Anschließend habe ich Abitur an der Bischöflichen Schule Sankt Vith in den Fächern Latein, Mathematik, Sprachen und Chemie gemacht.

Danach habe ich mich dann an der Uni Lüttich in das Fach „Klassische Philologie“ eingeschrieben. Dies vor dem Hintergrund, dass die Antike mich von Kindheit an fasziniert hat. Dieses Studium habe ich dann 1996 mit der Lizenz in klassischer Philologie abgeschlossen.

Da das Thema Europa mich schon damals besonders interessierte, habe ich mich an der RWTH Aachen in den Studiengang Europastudien eingeschrieben. Dieses Studium habe ich 1998 mit einem Magister abgeschlossen.

Im Mai 1998 habe ich dann ein Praktikum beim ostbelgischen Europaabgeordneten Mathieu Grosch begonnen, der mir die Möglichkeit anbot, Mitarbeiter in seinem Brüsseler Büro zu sein. Das erste Jahr habe ich halbtags als Assistent im Europäischen Parlament gearbeitet und mich zugleich an der „Vrije Universiteit Brussel“ in das Fach Rechtswissenschaften eingeschrieben.

Nach den Wahlen 1999 habe ich die Assistententätigkeit ganztags ausüben können, so dass ich das Studium der Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität in Neu-Leuven (UCL) im Abendkursus fortgeführt habe. Dieses Studium habe ich im Jahr 2002 mit einer Lizenz abgeschlossen.

Beruflicher Werdegang
pascalarimont lebenslauf 01Meine ersten beruflichen Erfahrungen konnte ich in den alljährlichen Ferienjobs auf der Baustelle, der Metzgerei, der Backstube oder als Anstreichergehilfe sammeln.

Mein erster Job nach dem Studium war der des parlamentarischen Assistenten von Mathieu Grosch in den Jahren 1998 bis 2002. Im Rahmen dieser Arbeit habe ich die Funktionsweise des Europäischen Parlaments bis ins Detail kennen gelernt. Die Gesetzestexte zu verstehen, sie zu verbessern, sich in den vielfältigen und komplexen Sachthemen kurzfristig einzuarbeiten, sich eine Meinung zu bilden – all das waren nur einige Aspekte dieser intensiven und lehrreichen Jahre.

Bereits damals reifte der Wunsch, eines Tages als Abgeordneter meine Vorstellungen zur Weiterentwicklung der Europäischen Union verwirklichen zu können.

Nach Beendigung meines Jura-Studiums habe ich mich jedoch bewusst dazu entschlossen, die Welt der Politik zu verlassen, um Rechtsanwalt zu werden.

Dies auch vor dem Hintergrund, einen Beruf zu erlernen, der es mir ermöglicht, von niemandem abhängig zu sein. Dies war und ist für mich notwendiges und unabdingbares Fundament, um mich beruflich und menschlich weiter zu entwickeln und um Politik zu machen.

Ich habe daher zunächst zwei Jahre in einer größeren Anwaltskanzlei in Brüssel und anschließend in einer Anwaltskanzlei in Sankt Vith und Malmedy gearbeitet. Ab 2006 war ich Mitinhaber dieser Kanzlei, die insgesamt 13 Personen beschäftigt. Seit meiner Wahl zum Europaabgeordneten im Mai 2014 ruht meine berufliche Aktivität als Anwalt.

Eigene Familie
Ich lebe seit 2011 in Büllingen, wo ich ein Haus gebaut und eine Familie gegründet habe. Mit meiner Ehefrau habe ich zwei kleine Kinder.

Hobbys
Ich bin seit meinem achten Lebensjahr leidenschaftlicher Fußballer. Zunächst habe ich beim KFC Olympia Recht, dann beim KFC Grün-Weiß Amel und zuletzt beim KFC Weywertz gekickt. Als aktiver Fan des Hamburger SV habe ich den Fanclub HSV-Fans Ostbelgien mitgegründet.

Ein weiteres Hobby ist die Liebe zur Musik. Als Jugendlicher bin ich jedes Jahr nach Rock Werchter gereist. Während fünf Jahren habe ich auch beim Alive-Festival Sankt Vith im Organisations-Team mitwirken dürfen.

Zurzeit verbringe ich jede freie Minute mit meiner Familie, so dass weitere Hobbys wie Lesen, Reisen, Mountain-Bike, Salsa-Tanzen oder Kamin-Abende mit Freunden oft zu kurz kommen.

Euregio Turnier Weywertz2Pascal Arimont am Euregio-Turnier in Weywertz

Weshalb Politik?
Seit ich denken kann, bin ich politisch interessiert. Irgendwann stellt sich jedem die Frage: Soll ich nur drüber reden, oder versuche ich selbst, die Gesellschaft, in der wir leben, mitzugestalten.

Die Frage, in welcher Partei ich mich engagieren wollte, war relativ früh klar. Ich halte nichts von Dogmen oder extremen Meinungen, sondern vielmehr von der Suche nach dem bestmöglichen Kompromiss zum Wohle aller.

Die christliche Soziallehre bedeutet für mich:
den Menschen in seiner Selbstverantwortung zu stärken;
ihm Freiraum zu gewähren, sich selbstbestimmt zu verwirklichen;
gleichzeitig aber solidarisch mit denjenigen zu sein, die sich in Schwierigkeiten befinden.

Die christlich-sozialen oder christdemokratischen Parteien sind Parteien der Mitte, die diese Grundsätze vertreten und umsetzen.

Es waren auch Christdemokraten, die als Gründerväter der europäischen Integration Geschichte geschrieben haben.

Dabei möchte ich betonen, dass ich die ideologische Ausrichtung einer Partei – gleich welcher – nie als unveränderbare und heilsbringende Botschaft angesehen habe. Keine Partei soll den Anspruch haben, die Wahrheit für sich alleine gepachtet zu haben. Wichtig sind die Grundsätze, die Leitlinien und die Ideen oder Visionen. Wichtig ist aber auch, dass eine Partei sich täglich in Frage stellt und weiterentwickeln möchte.

Ausbildung & Studien
1996: Lizenz der Klassischen Philologie an der Universität Lüttich
1998: Abschluss der Europastudien an der RWTH Aachen
2002: Lizenz in Jura an der UCL Neu-Löwen

Beruflicher Werdegang
1998 – 2002: Parlamentarischer Assistent des Europaabgeordneten Mathieu Grosch
2002 – 2006: Rechtsanwaltspraktika in Brüssel und Sankt Vith
2006 – heute: Teilhaber der Kanzlei Melotte, Veiders & Arimont (13 Personen)


Aktivitäten & Mandate
Jugend & Studentenzeit
Vorstandsmitglied der Studentenvereinigung PALUDIA Lüttich
Mitglied des Organisationsteams des Alive-Festivals
Gründungsmitglied des Fanclubs HSV-Fans Ostbelgien

Sport
Fussball: Spieler bei folgenden Vereinen: KFC Olympia Recht, KFC Grün-Weiß Amel & KFC Weywertz.

Politik
2004: Erster Kontakt mit der Politik als Kandidat auf der Europaliste als Ersatzkandidat
2006 – 2009: Mitglied des Lütticher Provinzialrates
2009 – Mai 2014: Fraktionsvorsitzender der CSP im Parlament der DG
Ab Mai 2014: Europaabgeordneter der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens