Der Ministerpräsident der Wallonischen Region, Adrien Dolimont, traf in Brüssel den ostbelgischen Europaabgeordneten Pascal Arimont – Verhandlungsführer des EU-Parlaments für den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und Interreg –, um sich über die Interessen und Prioritäten der Wallonischen Region im Hinblick auf die bevorstehenden Verhandlungen auszutauschen.
Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, die europäischen Förderprogramme für den Finanzierungszeitraum 2028–2034 in einem einzigen nationalen Plan zusammenzuführen. Dies würde die derzeitige Struktur der Verwaltung und Entscheidungsfindung bei der Finanzierung von Projekten aus den EFRE- und Interreg-Fonds infrage stellen. Als Verhandlungsführer des Europäischen Parlaments für EFRE und Interreg möchte Pascal Arimont die Rolle der Regionen in dieser neuen Struktur verteidigen, um den regionalen Charakter der Projekte zu bewahren.
„Die Regionen müssen an der Planung und Umsetzung der Programme beteiligt werden. Nur ein Ansatz, der auf regionalen oder sogar lokalen Lösungen basiert, wird es ermöglichen, die Kohäsionsziele zu erreichen. Ebenso ist es wesentlich, dass die europäischen Fördermittel für die Regionen auch tatsächlich den Regionen zugutekommen und nicht für andere Zwecke umgewidmet werden. Schließlich müssen die Prioritäten der Wallonischen Region und der Deutschsprachigen Gemeinschaft bei der Festlegung der derzeit ausgearbeiteten Vergabekriterien für die Fördermittel vollständig berücksichtigt werden“, betonte Pascal Arimont.

Ministerpräsident Adrien Dolimont hob seinerseits hervor, wie wichtig es für die Wallonische Region ist, eine starke Kohäsionspolitik zu bewahren, die nah an den regionalen Gegebenheiten bleibt und auf den spezifischen Bedürfnissen der Regionen basiert: „Für die Wallonie bleibt die Kohäsionspolitik das wichtigste Instrument der Europäischen Union für langfristige Investitionen und die Verringerung regionaler Ungleichheiten. Die Herausforderung besteht daher darin, unsere Investitionsfähigkeit zu bewahren, aber auch unsere Rolle bei der Gestaltung der europäischen Politik zu erhalten.“